Tanztherapeutische Jahresgruppen

Heilungstanzrituale aus dem afrobrasilianischen Candomblé


Die Heilungstanzrituale des Candomblé sind sehr stark, weil wir uns über sie an starke, in uns wohnende Kräfte anschließen können. Über Jahrhunderte hinweg haben Generationen von Menschen mit ihrer Hilfe Sklaverei, Entwürdigung und Ausbeutung überlebt. Über die Heilungstanzrituale haben sie ihre Menschenwürde immer wieder neu hergestellt. Besonders Frauen pflegen und leiten seit jeher diesen einmal aus Afrika mitgebrachten und immer wieder erneuerten, mitgewachsenen Kult und seinen Kern: die Heilungstanzrituale.

Von Kaye Hoffman gesammelt und an unseren Kulturkreis angepasst, hat Gabriele Fischer sie für die Tanztherapie HKiT® überarbeitet. Vielseitige Frauencharaktere und einige männliche Figuren sind entstanden: die Orishás nach HKiT®.

Bewegung ruft Gefühl, Gefühl ruft Bewegung. Aus dieser Verbindung heraus geben die Heilungstanzrituale des Candomblé den Raum, Gefühle zu durchtanzen, bis zum Ende, bis sie sich auflösen und umwandeln in eine neue Lebensqualität.
Jeder Orishá ist ein Bewegungsmuster und eine Gefühlsqualität zugeordnet, die sich im Tanz miteinander verweben und neue Kräfte freisetzen.

Mit Körperarbeit, Tanz im Raum und im Freien, Malen und Gesprächsrunden nähern wir uns der jeweiligen Orishá, ihrem Bewegungsmuster und dem ihr zugehörigen Themenkomplex.